Programm

2020 findet das Festival wieder zwei Tage lang, Freitag, 31. Juli und Samstag, 1. August, statt.
Auch die Musikrichtung wird – vorläufig beim Open Day am Freitag – erweitert, “Blues & More” heißt es wieder.

Einen Hauptact verraten wir euch schon. Mungo Jerry wird dabei sein.
Mungo Jerry ist eine britische Rock- und Bluesband um den Frontmann, Sänger, Songwriter und Gitarristen Ray Dorset, der ab 1972 den Bandnamen auch als persönlichen Künstlernamen übernahm. Mungo Jerry gehörte zu den erfolgreichsten brititschen Gruppen der 1970er Jahre. Der größte Hit der Band ist „In the Summertime“.

Vorläufiges Programm

Freitag, 31. Juli 2020 – Beginn 17.00 Uhr

Unter dem Motto OPENMUSIC DAY erweitern wir die Musikrichtung, bleiben aber unserer Passion, dem Blues, treu:

  • Prince Zeka
  • Ludwig-Seuss Band
  • Generika

Prince Zeka

Prince Zeka, die Stimme des „Makoul“

Prince Zeka wurde in Bukavu in Kivu (im Osten der Dem. Rep. Kongo) als Nachfahre eines Kamituga-Königs geboren. Er maturierte am Institut Lumumba und begann seine universitäre Ausbildung am Institut Pédagogique National de Kinshasa (IPN). In Europa studierte er weiter am Efec in Brüssel sowie an der Universität Wien.

Seine Eltern waren diplomatische Vertreter von Zaire, so lernte Prince Zeka früh verschiedene Länder und Kulturen kennen. Neben der primär politischen Ausrichtung liebt die Familie die Musik: Zeka wächst mit den Klängen des „Rumba Congolaise“, der als Vorläufer des Salsa gilt, auf, und schreibt schon früh seine ersten Lieder. Die Musik lässt ihn nicht mehr los.

Schon bald gehört er zu den beliebtesten afrikanischen Musikern in Österreich. Er nimmt 1993 im Duet mit Big Baffolo seine erste Single „I’d love you to want me“ auf (produziert von Sony Music), eine Coverversion des Lobo-Hits „In the world“. Ein Jahr später landet er mit seinem Song „Come closer“ in Zusammenarbeit mit der „Groove Injection“ in den Acid-Jazz-Charts in Italien einen Nummer-Eins-Hit (auf der Compilation „Sunshine vol. II“).

1995 unterzeichnet er im Rahmen des Projekts „Mc Sultan feat. Prince Zeka“ einen Vertrag bei BMG Österreich und Deutschland, woraus das Album „Super Ethno Astronaut“ entstand.

1999 produziert Prince Zeka sein erstes eigenes Album „M’Zee Waka“, ein Album, das es ihm ermöglicht, die nationalen Grenzen zu sprengen, und das ihn auch in Deutschland und der Schweiz bekannt macht.

2007 veröffentlicht er sein nächstes Album „Maturité“ und präsentiert mit diesem Album 16 Songs, die zu Recht unter dem Titel “maturité” (zu deutsch: “Reife”) zusammengefasst wurden: diese Musik ist musikalisch wie auch thematisch ausgereift, wunderschön, und bringt neues Leben in hörmüde Ohren! Sie erfrischt Hörgewohnheiten, und damit vielleicht auch vorgefasste Meinungen über afrikanische Musik als „rhythmischen Lärm“.

2012 überrascht Prince Zeka wieder mit dem außergewöhnlichen Album „Ecoutez“, das er diesmal seiner Heimat, der Dem. Rep. Kongo, widmet. In 15 Songs verweist er sowohl auf die enormen Reichtümer als auch auf die vielfache Ausbeutung seines Heimatlandes.

Mit seinem aktuellen Album „Ma jolie“ zeigt Prince Zeka seine romantische Seite: alle Songs handeln von der Liebe, entweder jener zwischen Liebenden, oder aber auch jener zu Gott. In gefühlvollen Balladen wie „Lovely day one“, aber auch sehr schwungvoll wie im titelgebenden „Ma jolie“, das sofort zum Tanzen animiert, spannt er den musikalischen Bogen auch über Reggae wie in „God is stronger than all“, Rumba Congolaise in „Zonga“ und Zouk in „Danger d’amour“.

Ludwig-Seuss Band

Seit über 20 Jahren gibt es die Band um LUDWIG SEUSS, und vor ca. 20 Jahren ist auch Ludwigs Debütalbum „Marylin Sessions“ erschienen, das unter Fans Kultstatus genießt. Mit „Downhill Sessions“ schloss LUDWIG SEUSS 2011 den Kreis und ließ die letzten zwei Jahrzehnte musikalisch Revue passieren. Ein echter Schmaus für Bluesfreunde ist auf dieser CD die Aufnahme „Where Are My Friends“, das vom tiefgründigen Gesang und Gitarrenspiel der Blueslegende LOUISIANA RED getragen wird. Die wohl letzte Aufnahme von LOUISIANA RED der am 25.02.2012 kurz vor seinem 80. Geburtstag verstarb.

Der Geigenvirtuose „Cedric Watson“ aus Louisiana unterstützt die Band beim Cajun-Walzer „Waitin´“ aus der Feder von Ludwig Seuss und Mitproduzent Dr. Will. Letzterer greift bei der entspannten Latin-Version von „Love Potion #9“ auch zum Mikrofon. Ein weiteres, absolutes Highlight ist das getragene „Christo Redentor“, bei dem die „Holmes Brothers“ und Saxofonist „Pee Wee Ellis“ (u.a. Van Morrison) für Gänsehaut sorgen. Das Rückgrad dieses bunten Albums ist Ludwigs aktuelle Liveband, die mit unbändiger Spielfreude den Zuhörer mitreißt.

Aber Ludwig Seuss wäre nicht Ludwig Seuss wenn er nicht noch einmal eins drauf legen könnte. Mit der neuesten CD „Virginia Blues Connection“ die erst im Sommer 2012 erschien begibt er sich gemeinsam mit dem Topsaxofonisten EDDIE TAYLOR und POPSY DIXON (dem dritten Mann der Holmes Brothers) – beide aus Virginia erneut in den musikalischen Süden der USA. Ein mitreißend harmonierendes, alle Sinne berührendes Dreigestirn aus Tastenwirbel, Saxophonschmelz und Stimmgewalt fand sich hier zusammen. Es ist kaum zu glauben wie intensiv es einer in Deutschland lebenden Musikgruppe gelingt das Gefühl und die Ausdruckskraft des Blues dem Publikum nahezubringen.

Generika

Was können Sie von uns erwarten?
Da wir alle große Fans der Rockmusik sind, interpretieren wir auch viele der klassischen Hits auf unsere Art und Weise. Unsere Versionen sind immer vom großen Respekt dem Original gegenüber gekennzeichnet. So haben wir uns über die Jahre ein Spektrum erarbeitet, das von Blues bis Heavy Metal reicht. Dementsprechend flexibel können wir auch auf Wünsche in der Setliste eingehen.

Aber die Aktivitäten der Band beschränken sich nicht nur auf Coverversionen. In unseren eigenen Songs spiegelt sich auch die Entwicklung der Band wider und findet in den Kompositionen ihren Niederschlag.
Wir  machen zwar alle in unserer Freizeit Musik, haben aber trotzdem den Anspruch unsere Musik professionell vorzutragen. So können das Publikum und der Veranstalter eine Zeitreise durch die Geschichte der Rockmusik erleben und genießen.

Samstag, 1. August 2020 – Beginn 17.00 Uhr

  • Mungo Jerry
  • R&B Caravan feat. Denise Gordon
  • Christian Dozzler Blues Society

Mungo Jerry

Der Song, der am häufigsten mit MUNGO JERRY in Verbindung gebracht wird, ist der weltweite Hit „IN THE SUMMERTIME“– einer der meist gespielten Songs aller Zeiten, mit mittlerweile mehr als 30 Millionen Verkäufen. Der Song und sein Verfasser RAY DORSET haben nicht nur den renommierten „Sony/ATV Award“, sondern auch den „Ivor Novello Award“ gewonnen und sind mittlerweile offiziell als meist gespielter Sommerhit aller Zeiten anerkannt (www.bz-berlin.de, September 2018).

Der Komponist, Gitarrist, Sänger und Bandleader RAY DORSET wurde 1946 im englischen Ashford geboren. Die Songs von ELVIS PRESLEY und BILL HALEY weckten im jungen DORSET die Leidenschaft zur Musik und er spielte mit verschiedenen Bands unzählige Club-Konzerte. Jedoch brachte erst die Umbenennung in MUNGO JERRY dann seinen entscheidenden Durchbruch.

Seinen Musikstil nur als Pop zu bezeichnen, wäre zu einfach – vielmehr prägt die einmalige Mischung aus Rock, Blues, Boogie und Skiffle den unverkennbaren Sound von MUNGO JERRY.  In den 70er und 80er Jahren machte sich MUNGO JERRY nicht nur durch Singleerfolge einen Namen, sondern begeisterte sein Publikum auch durch großartige Liveshows. Bei Festivals teilte er sich die Bühne unter Anderem mit Größen wie FREE, CANNED HEAD, ROD STEWART & THE FACES, GENESIS, STATUS QUO, ELTON JOHN und JIMI HENDRIX.

1971 stürmte die Single „LADY ROSE” die Charts, gefolgt von weiteren Hits wie „BABY JUMP“, „ALRIGHT, ALRIGHT, ALRIGHT“, „MITCHY MAN“ und „YOU DON’T HAVE TO BE IN THE ARMY TO FIGHT IN THE WAR“. Mit „HELLO NADINE“ eroberte MUNGO JERRY 1975 erneut die Hitparaden. In den Folgejahren experimentierte er mit unterschiedlichen Rock- und Elektronik-Sounds, ohne dabei jedoch seine Skiffle- und Blues-Wurzeln vollends zu verleugnen.

In den 80er Jahren betätigte sich DORSET mit Erfolg als Produzent bei anderen Künstlern. Seine Komposition „FEELS LIKE I’M IN LOVE“ feierte in der Disco-Interpretation von KELLY MARIE europaweite Erfolge. Doch die Idee „MUNGO JERRY“ stirbt nicht. DORSET veröffentlicht unter verschiedenen Namen, wie der MUNGO JERRY BLUESBAND, weiterhin stilistisch unterschiedlich angelegte Alben, auch dokumentiert in der Zusammenarbeit mit der „FLEETWOD MAC“-Legende PETER GREEN. Das 2011 veröffentlichte „COOL JESUS“ erinnert musikalisch stark an die Anfänge der ursprünglichen Band MUNGO JERRY.

In erster Linie steht MUNGO JERRY für handgemachte Musik, die geschickt Elemente aus Pop, Rock und Blues mit Skiffle und Country verbindet. Die eingängig, aber nicht oberflächlich konzipierten Songs erhalten insbesondere aufgrund von DORSET‘s Stimme und seinem Mundharmonika-Spiel den unverwechselbare MUNGO JERRY Sound.

R&B Caravan feat. Denise Gordon

Rhythm & Blues der 50er Jahre mit dem klassischen Swingstil der 40er Jahre – ein typisch mitreißender (Tanz-) Beat, der in die Beine geht! Alle Bandmitglieder leben und verkörpern diese Musik und blicken auf einen erfahrungsreichen Werdegang von mehr als 20 Jahren zurück. Die Gruppe legt großen Wert auf stilechte Darbietung und musiziert in angenehmer, transparenter Lautstärke, mit dem Gespür für nuancenreiches Zusammenspiel der Instrumente, ohne dabei auf die mitreissende Energie verzichten zu müssen!

LET`S GROOVE THE BLUES ALL NIGHT !!!
Die Gospel- und New Orleans „Queen“ Denise Gordon bewegt sich seit über 20 Jahren auf allen wichtigen internationalen Jazzbühnen und ist an diesem Abend sicherlich die herausragendste Persönlichkeit. Sie sang für die englische Queen im Buckingham Palace sowie a capella für Papst Johannes Paul den II. vor einer halben Million Menschen.

ANDREAS SOBCZYK (Klavier) studierte neben seiner Leidenschaft für Boogie Woogie, Blues und traditionellen Jazz klassisches Klavier in Deutschland und der Ukraine. Neben den Alt-Meistern des Boogiepianos Pete Johnson und Meade Lux Lewis ist sein Sound hauptsächlich inspiriert vom Stil alter Kansas City Pianisten wie Count Basie oder Jay McShann.

TOM MÜLLER (Saxophon) hat sich seit nun geraumer Zeit in der Blues und R&B Szene einen wunderbaren Namen erspielt. Seit Beginn seiner Zusammenarbeit mit der britischen Bluessängerin Dana Gillespie und dem Wiener Blues und Boogie Pianisten Joachim Palden.

DANI GUGOLZ (Kontrabass) und PETER MÜLLER (Schlagzeug) eine der führenden Rhythmusgruppen des Genres, legen das stilechte Fundament. Das rhythmische Niveau der beiden ist weit über die Grenzen anerkannt, die Liste der begleiteten Stars ist lang … und das seit 27 Jahren!

Christian Dozzler Blues Society

Der in Dallas, Texas, lebende Multiinstrumentalist ist seit nunmehr 40 Jahren im Zeichen des Blues unterwegs, und ist auf mehr als 50 internationalen Bluesproduktionen zu hören.

Der gebürtige Wiener folgte im Jahr 2000 einem Angebot ins Land des Blues und setzte seine Karriere von dort aus fort. Sei es als Solist, als gesuchter Begleiter oder als Co-Frontmann von Anson Funderburgh & The Rockets.

Begonnen hat alles, als er im Alter von dreizehn Jahren eine Radiosendung über Boogie Woogie hörte, die jahrelange klassische Klavierausbildung sofort beendete und sich ganz dem Blues und Boogie Woogie verschrieb. Einige Jahre danach gründete er seine erste Band, in der er neben Klavier auch Mundharmonika und Gitarre spielte, später kam noch das Akkordeon im Louisiana-Zydeco-Stil dazu.

Fast zehn Jahre lang war Christian Dozzler dann Mitglied und tragende Säule der Wiener Mojo Blues Band. Die Zusammenarbeit mit unzähligen amerikanischen Blueskünstlern verhalf ihm zu seiner musikalischen Versiertheit im gesamten Spektrum der Bluesstile. Von 1993-2000 war er mit seiner eigenen Band The Blues Wave quer durch Europa unterwegs, und veröffentlichte vier CDs.

Ab dem Jahr 2000 tourte er zwei Jahre lang mit Larry Garner von Louisiana aus durch die ganze Welt. Christian Dozzler lebt nunmehr in Dallas, Texas, das den Ruf hat, eine der besten Blues-Szenen der Welt zu besitzen. Seit 2003 veröffentlichte er hier vier CDs unter eigenem Namen. Solo, in verschiedenen Duo-Formationen, und mit Band, in der einige der prominentesten texanischen Bluesgitarristen mitwirkten. Alle diese CDs landeten binnen kurzer Zeit auf Platz 1 der KNON Texas Blues Radio Charts und fanden auch internationale Anerkennung.

Bei den amerikanischen Blues Critic Awards 2008 erreichte Christian Dozzler eine Nominierung in der Kategorie „Best Blues Keyboardist“. Im Juli 2003 war er bereits auf dem Cover des texanischen „Southwest Blues Magazine“ zu sehen gewesen.

Dieser Tage spielt Christian hauptsächlich solo auf beiden Seiten des Atlantiks, tritt aber auch mit eigener Band und seit 2007 regelmässig mit dem legendären texanischen Gitarristen Anson Funderburghsowie gelegentlich mit Mike Morgan & The Crawl auf.

Bei den Solo-Konzerten kehrt Christian Dozzler zu seinen „roots“ zurück, dem Pianoblues und Boogie Woogie. Dazu schrieb der deutsche Musikjournalist Hans W. Ewert: „Christian Dozzler’s persönlicher Pianostil weckt Erinnerungen an den größten Chicago-Pianisten Otis Spann, lässt die alten Barrelhouse- und Boogie Woogie-Pianisten aufleben und führt den Zuhörer von Chicago über das Delta nach New Orleans, wo der Blues „down-home“ ist. So spielt einer, der Blues nicht nur tief empfindet, sondern auch das Pianohandwerk von der Pike auf gelernt hat.“